Das Selbstwertgefühl eines Kindes ist nicht nur sein Selbstvertrauen, sondern das Fundament, auf dem seine Weltsicht, seine Fähigkeit, Schwierigkeiten zu überwinden, Ziele zu erreichen und harmonische Beziehungen zu anderen aufzubauen, aufgebaut wird. Wie ein feiner Faden verwebt es sich aus vielen Faktoren: aus den Worten, die das Kind über sich hört, aus der Art und Weise, wie seine Erfolge und Misserfolge von Erwachsenen wahrgenommen werden, aus den Vergleichen, die es unwillkürlich anstellt. Eltern sind die ersten und wichtigsten Spiegel, in denen das Kind lernt, sich selbst zu sehen. Und davon, was sie zeigen, hängt es ab, ob das Kind selbstbewusst heranwächst oder ein Leben lang mit Zweifeln kämpft.

Was beeinflusst das Selbstwertgefühl von Kindern?

Das Selbstwertgefühl kommt nicht aus dem Nichts. Es setzt sich aus vielen Elementen zusammen:

Wie unterstützt man ein gesundes Selbstwertgefühl?

  1. Bedingungslose Liebe und Akzeptanz
    Das Kind muss wissen: Es wird nicht für gute Noten, nicht für sportliche Siege und auch nicht für gutes Benehmen geliebt. Es wird einfach so geliebt, weil es existiert. Sagen Sie es laut: "Du bist der wichtigste Mensch für mich", "Ich liebe dich immer, auch wenn du Fehler machst". Das schafft ein Gefühl von Sicherheit und innerer Ruhe.
  2. Angemessenes Lob
    Es ist wichtig, nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Bemühungen zu loben. Wenn man einem Kind sagt: "Du bist der Klügste!" oder "Du bist der Beste!", kann es Angst vor Fehlern entwickeln, um diesen Status nicht zu verlieren. Viel besser ist es, seine Anstrengungen hervorzuheben: "Mir gefällt, wie du dich bemühst", "Du hast heute viel gelernt", "Ich sehe, dass du hart daran gearbeitet hast". So versteht das Kind, dass der Wert in seiner Arbeit liegt und nicht im perfekten Ergebnis.
  3. Unterstützung in Schwierigkeiten
    Fehler sind Teil des Weges, und das Kind muss wissen, dass es das Recht darauf hat. Wenn es für jeden Misserfolg kritisiert wird, wird es Angst bekommen, Neues auszuprobieren. Anstatt "Es hat wieder nicht geklappt!" ist es besser zu sagen: "Keine Sorge, wir versuchen es noch einmal", "Was können wir anders machen?" Das lehrt das Kind, Schwierigkeiten als Schritte zum Erfolg und nicht als Hindernisse zu betrachten.
  4. Förderung der Unabhängigkeit
    Jedes Mal, wenn ein Kind kleine Entscheidungen trifft – was es anziehen soll, welches Spielzeug es mitnehmen soll, wie es eine Aufgabe erledigen soll –, wird es selbstbewusster. Erlauben Sie ihm zu wählen, übertragen Sie ihm übertragbare Aufgaben. Auch wenn es anders macht, als Sie es sich wünschen, wird sein Gefühl "Ich kann" wachsen.
  5. Vermeiden Sie Vergleiche
    "Schau mal, wie schön Mascha malt, und du?" – solche Worte inspirieren nicht, sondern untergraben das Selbstvertrauen. Stattdessen ist es besser, das Kind mit sich selbst zu vergleichen: "Du bist so groß geworden! Erinnerst du dich, wie schwer es dir fiel zu lesen? Und jetzt liest du selbst!" Das hilft ihm, seinen eigenen Fortschritt zu bemerken und stolz auf sich zu sein.
  6. Zeigen Sie ein Beispiel
    Kinder kopieren ihre Eltern. Wenn die Mutter über sich selbst sagt: "Oh, ich bin so ungeschickt!" oder "Ich kann nichts!", übernimmt das Kind diese Denkweise. Zeigen Sie, wie wichtig es ist, sich selbst wertzuschätzen: "Ich habe einen Fehler gemacht, aber ich werde es noch einmal versuchen", "Ich bin stolz auf das, was ich heute getan habe." Das lehrt das Kind, sich selbst mit Respekt zu behandeln.

Was kann das Selbstwertgefühl beeinträchtigen?

Schlussfolgerung

Die Entwicklung eines gesunden Selbstwertgefühls ist ein Prozess, der Geduld, Liebe und Weisheit erfordert. Eltern können für ein Kind eine Quelle der Unterstützung, Inspiration und des Selbstvertrauens sein. Wichtig ist, nicht zu vergessen, dass jedes Kind einzigartig ist und dass es wichtig ist, dass es weiß, dass es einfach so, bedingungslos wertvoll ist.

Wenn ein Kind an sich selbst glaubt, wächst es mutig, offen für Neues, bereit zu versuchen, Fehler zu machen und vorwärts zu gehen. Und das bedeutet – glücklich. Und wollen wir das nicht alle für unsere Kinder?